USA: Honigbienen erleben zweittödlichste Saison


»Bienensterben in den USA: Honigbienen erleben zweittödlichste Saison seit Beginn der Aufzeichnungen«

Die Bienensterblichkeit in den USA hat den zweithöchsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen erreicht. Die Imker verloren im vergangenen Jahr fast die Hälfte ihrer Bienenvölker, heißt es in einer landesweiten Erhebung der University of Maryland und der Auburn University.

Honigbienen sind für die Nahrungsversorgung von entscheidender Bedeutung, indem sie Nutzpflanzen bestäuben, etwa Gemüse oder Obstbäume. Die hohen Sterberaten führen Wissenschaftler auf Parasiten, Pestizide und die Folgen der Klimakrise zurück.

[Anm. der Redaktion von „giftFREI Leben“: Ob es tatsächlich eine Abhängigkeit gibt zu „Klimakrise“ müsste aus unserer Sicht erst noch verifiziert werden!]

In den USA sind die Hauptverursacher laut den Studienautoren die parasitäre Milbe Varroa destructor, die Viren überträgt, sowie schlechtes Wetter und Probleme mit den Königinnen. Pestizide verschlimmerten die Situation, weil die Bienen anfälliger für Krankheiten seien, erklärte Nathalie Steinhauer, Bienenforscherin an der University of Maryland und Hauptautorin der Umfrage. Die Imker in den USA versuchten seit Jahren mit kostspieligen Maßnahmen, das Bienensterben aufzuhalten.

Besorgniserregende Zahlen und harte Arbeit für die Imker

Die Sterberate von 48 Prozent liegt höher als im Vorjahr (39 Prozent) und als der Zwölf-Jahres-Durchschnitt von rund 40 Prozent. Die meisten Bienen starben zwischen 2020 und 2021, damals waren es über 50 Prozent der Völker. Laut den Imkern ist ein Verlust von 21 Prozent der Populationen über den Winter akzeptabel. Die Mehrheit der Befragten gab jedoch an, dass ihre Verluste höher lägen.

»Das sind sehr besorgniserregende Zahlen«, sagte Jeff Pettis, Präsident des globalen Imkerverbandes Apimondia, der nicht an der Studie beteiligt war, dem britischen »Guardian«. »Das zeigt auch die harte Arbeit, die Imker leisten müssen, um ihre Bienenvölkerzahl jedes Jahr wieder aufzubauen.«

Kommerzielle Imker würden ihre Bienenstöcke neu aufteilen und neue Königinnen finden oder zukaufen, sagte Studienautorin Steinhauer. Aber das sei teurer und zeitaufwendig. Immerhin seien die Aussichten jedoch nicht mehr so schlecht wie vor 15 Jahren, weil die Imker gelernt hätten, sich von großen Verlusten zu erholen, sagt die Wissenschaftlerin. »Die Situation wird nicht wirklich schlimmer, aber sie wird auch nicht wirklich besser.«

Man lese und staune:
Die Aussichten seien also „nicht so schlecht“, weil kommerzielle Imker gelernt hätten, „sich von großen Verlusten zu erholen“, statt das man als „Gesellschaft“ (insbesondere Aufsichtsbehörden) das Problem an der Wurzel anpackt und einfach auf die völlig überflüssigen, entbehrlichen Gifte/Pestizide umgehend verzichtet, was gemäß unabhängiger Wissenschaftler und Praktiker sofort möglich ist! Man muss es als Gesellschaft, als Hobbygärtner/Selbstversorger, als Bauer/Landwirt und insbesondere als „Amt/Aufsichtsbehörde“ nur wissen wollen und umsetzen wollen – vor allem in der EU, denn dort gibt es die entsprechenden nationalen und EU-Gesetze (z.B. EU-Richtlinie 2009/128/EG), wonach „alle nicht-chemischen Methoden/Verfahren den chemischen vorzuziehen sind“! ‼️

Aber es geht eben nicht nur um das Bienensterben, es geht auch um die regelmäßig nachweisbaren diversen Rückstände von Giften/Pestiziden im Honig als Lebensmittel. Auch jeder Honigesser hätte also auch ein ganz persönliches Motiv, dies nicht einfach zu akzeptieren!


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