Diese Kampfjets donnern bald über Deutschland


Zwei Jets vom Typ Lockheed Martin F-35A Lightning II der niederländischen Luftwaffe (Symbolbild): 25 Nationen nehmen an der Übung teil. (Quelle: Björn Trotzki/imago images)

Es wird laut über Deutschland: In zwei Wochen startet die Übung „Air Defender 2023“. Diese Kampfjets können Sie am deutschen Himmel erspähen.

Über Deutschland wird es laut. Am 12. Juni startet die Luftwaffenübung „Air Defender 2023“ unter deutscher Führung, bis zum 23. Juni soll sie gehen. 25 Nationen mit 10.000 Soldatinnen und Soldaten nehmen teil. Es ist die größte Verlegeübung von Luftstreitkräften seit Bestehen der Nato.

Drei Flugräume werden abwechselnd für die Übung gesperrt, jeweils für vier Stunden pro Tag. Ein Luftraum ist im Nordwesten Deutschlands und der Nordsee, ein zweiter über Mecklenburg-Vorpommern und der Ostsee sowie ein dritter vor allem über Bayern und Baden-Württemberg. Der zivile Luftverkehr muss diese Regionen während der Sperrungen umfliegen. Geplant sind Tiefflüge bis zu einer Höhe von 330 Metern – es könnte also richtig laut werden.

Rund 250 Flugzeuge sollen im Einsatz sein. Nach Angaben der Bundeswehr beteiligt sich die Luftwaffe mit 64 Maschinen. Diese Maschinen sollen an der „Air Defender“-Übung teilnehmen:

Diese Flugzeuge setzt die Bundeswehr ein

Ein Eurofighter der Bundeswehr: 138 Eurofighter besitzt die Luftwaffe insgesamt. (Quelle: Christophe Gateau/dpa-bilder)

30 Eurofighter sind für „Air Defender“ im Einsatz. Das Mehrzweckflugzeug wird von der Bundeswehr als „Rückgrat der deutschen Kampfflugzeugflotte beschrieben“. Die Kampfjets können sowohl zur Verteidigung als auch zum Angriff genutzt werden.

Tornado der Bundeswehr: 93 dieser Maschinen befinden sich im Besitz der Luftwaffe. (Quelle: localpic/imago images)

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16 Tornados kommen zum Einsatz. Die Flugzeuge dienen der Aufklärung und dem Kampf. Im Gegensatz zum Eurofighter nehmen hier zwei Soldaten oder Soldatinnen Platz. Die Tornados gelten als in die Jahre gekommen – sie sollen absehbar durch Eurojets und F-35 aus US-amerikanischer Fertigung abgelöst werden.

Airbus A440M: Die Bundeswehr verfügt über 35 dieser Maschinen. (Quelle: Björn Trotzki/imago images)

Fünf A400M werden an „Air Defender“ beteiligt sein. Bei den Maschinen handelt es sich nicht um Kampfjets, sondern um Transport-, Tank- und Rettungsflieger. Bis zu 114 Soldatinnen und Soldaten finden in ihm Platz, oder bis zu 37 Tonnen Fracht. Als „fliegende Tankstelle“ kann der A400M Kampfjets wie den Eurofighter in der Luft mit Kraftstoff versorgen – bei bis zu 500 km/h.

Des Weiteren sollen für die deutsche Luftwaffe drei A330 zur Betankung sowie zwei LJ35 (kleine Passagierflugzeuge), zwei A-4 (Kampfflugzeuge) und vier leichte Unterstützungshubschrauber (LUH) 145 an der Nato-Übung teilnehmen.

Diese Flugzeuge erwartet die Bundeswehr aus Partnernationen

24 Partnernationen kommen zudem für die „Air-Defender“-Übung nach Deutschland – und 17 davon bringen ihre Flugzeuge mit. Allein die USA sollen mit rund 100 Maschinen anreisen.

Eine F-35 aus den USA: Jets dieses Typs sollen die deutschen Tornados ablösen. (Quelle: Larry MacDougal)

Die USA und die Niederlande nehmen unter anderem mit F-35-Jets teil. Die Tarnkappen-Flugzeuge des Herstellers Lockheed Martin gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Teilweise können die Kampfflugzeuge sogar senkrecht starten und landen.

Fairchild A-10: Das Erdkampfflugzeug wird auch „Warzenschwein“ genannt. (Quelle: Urbanandsport/imago images)

Ebenfalls aus den USA stammt das Erdkampfflugzeug Fairchild A-10, welches der Bundeswehr zufolge ebenfalls zum Einsatz kommen soll.

F-15 Eagle: Die „Adler“ werden in den USA von Boeing hergestellt. (Quelle: Ssgt. Tiffany Emery/U.S. Air/imago images)

Auch aus den USA werden F-15 erwartet. Die Kampfflugzeuge mit dem Namen „Eagle“ (Adler) gelten mittlerweile als in die Jahre gekommen, es kam in der Vergangenheit zu mehreren Abstürzen. Die US Air Force setzt die Jets dennoch weiterhin ein und wird mit ihnen nach Angaben der Bundeswehr wohl auch an „Air Defender“ teilnehmen.

Boeing F/A-18 Hornet: Die Jets heißen zu Deutsch „Hornisse“. (Quelle: Larry Marano/imago images)

Nach Angaben der Bundeswehr sollen auch Jets vom Typ F/A-18 Hornet des US-Herstellers Boeing zum Einsatz kommen. Sie werden von den USA selbst, aber auch vor allem von den finnischen Streitkräften eingesetzt.

F-16: Die Jets stammen vom US-Hersteller Lockheed Martin. (Quelle: Björn Trotzki/imago images)

F-16 werden wohl gleich aus mehreren Ländern für die Nato-Übung nach Deutschland geschickt. Neben den USA, wo die Kampfjets hergestellt werden, verfügen zum Beispiel auch Polen, Norwegen und Dänemark über solche Flugzeuge.

Saab JAS 39 Gripen: Die Bezeichnung JAS steht für „Jakt, Attack och Spaning“ – zu Deutsch: Jagd, Angriff und Aufklärung. (Quelle: TT/imago images)

Nach Angaben der Bundeswehr nehmen auch Maschinen vom Typ Saab JAS 39 Gripen teil. Unter anderem Schweden, Tschechien und Ungarn verfügen über Jets dieses Typs.

MQ-9 Reaper: Auf Deutsch heißt diese Drone „Sensenmann“. (Quelle: William Rio Rosado/Us Air/imago images)

Neben klassischen Kampfjets soll auch eine unbemannte Flugwaffe an der Nato-Übung teilnehmen: die Aufklärungs- und Angriffsdrohne MQ-9 Reaper des Herstellers General Atomics. Neben den USA nutzen auch Belgien, Frankreich, Italien, Polen, Spanien und das Vereinigte Königreich die Drohne.

Außerdem sollen die Transportflugzeuge C-130J Hercules des US-Herstellers Lockheed Martin, C295M des spanischen Herstellers CASA (heute Airbus), Kawasaki C-2 aus Japan, Alenia C-27J Spartan aus Spanien, Boeing KC-46 Pegasus aus den USA eingesetzt werden. Dazu kommen das Tankflugzeug KC-135 von Boeing und das Aufklärungsflugzeug DA20 Falcon des französischen Herstellers Dassault.

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