­čś▒ Schuldengrenze: Yellen warnt vor wirtschaftlicher und finanzieller Katastrophe


Investing.com – Die USA steuern geradewegs auf das so genannte X-Datum zu, an dem der Regierung in Washington das Geld ausgeht.

Laut US-Finanzministerin Janet Yellen w├╝rden eine Nichtanhebung oder Aussetzung der Schuldenobergrenze zu einer „wirtschaftlichen und finanziellen Katastrophe“ f├╝hren und die „historische Erholung“ (­čĄú) gef├Ąhrden, die bisher unter US-Pr├Ąsident Joe Biden erreicht wurde.

In einer Rede auf dem Wirtschaftsforum „Capitol-to-Capitol“ in Sacramento betonte Yellen, dass eine derartige Entwicklung unter anderem zu einem Verlust von Arbeitspl├Ątzen, steigenden Preisen und h├Âheren Kosten f├╝r zuk├╝nftige Investitionen f├╝hren w├╝rde. Auch die Zinsen k├Ânnten „auf unbestimmte Zeit“ steigen, warnte Yellen, was wiederum ein Problem f├╝r die Aktienm├Ąrkte darstellen w├╝rde.

Sie appellierte an den Kongress, einer Anhebung oder Aussetzung des Schuldenlimits ohne Bedingungen zuzustimmen. 

„Diese wirtschaftliche Katastrophe ist vermeidbar und die L├Âsung ist simpel.“

Weiter meinte Yellen, dass die Eind├Ąmmung der Inflation weiterhin die oberste Priorit├Ąt der Biden-Administration bleibe. Erreicht werden k├Ânne dies durch „den weiter nachlassenden Druck auf die Lieferketten, die Stabilisierung der globalen Energiem├Ąrkte und die Bereitstellung von Hilfen bei allt├Ąglichen Kosten wie Gesundheit und rezeptpflichtigen Medikamenten“.

Die Politiker in Washington ringen noch immer um eine Einigung zur Anhebung der Schuldengrenze. Der Sprecher des Repr├Ąsentantenhauses, Kevin McCarthy, legte letzte Woche einen Gesetzentwurf vor, der eine K├╝rzung der Staatsausgaben um 4,5 Billionen Dollar vorsieht, um das Schuldenlimit um 1,5 Billionen Dollar anzuheben.

Das US-Finanzministerium setzt derzeit „au├čerordentliche“ Ma├čnahmen ein, mit denen eine unmittelbare Haushaltskrise vermieden werden soll. Laut einer fr├╝heren Prognose des Congressional Budget Office d├╝rften diese Ma├čnahmen aber nur noch f├╝r ein paar Monate ausreichen. Ohne Einigung der Entscheidungstr├Ąger droht den USA bereits im Sommer die Zahlungsunf├Ąhigkeit.

In der Zwischenzeit macht sich an den M├Ąrkten eine gewisse Unruhe dar├╝ber breit, ob Demokraten und Republikaner vor dem X-Datum, das die Deutsche Bank f├╝r Ende Juli oder August erwartet, eine Einigung erzielen k├Ânnen.

Zwar seien die fr├╝heren Krisen rund um die Schuldenobergrenze in den letzten zehn Jahren alle vor dem X-Datum gel├Âst worden, wie Jim Reid, Marktstratege bei der Deutschen Bank (ETR:DBKGn) in einer Notiz schreibt. „Aber im Moment teilen die Investoren diese Zuversicht nicht ganz. Das zeigt sich auch an den 1-Jahres-Credit-Default-Swaps f├╝r die Vereinigten Staaten. Der h├Âchste Stand in den letzten Jahren war kurz vor dem letzten Stichtag im Jahr 2011 mit einem Schlusskurs von 80 Basispunkten erreicht worden. Zum gestrigen B├Ârsenschluss war dieser Wert jedoch auf 140 Basispunkte angestiegen. Es handelt sich hierbei um unglaublich d├╝nne, illiquide M├Ąrkte, aber das unterstreicht die Bedenken.“


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