đŸ‡čđŸ‡© Umbruch in Afrika

Der zehntgrĂ¶ĂŸte Ölproduzent Afrikas Tschad verstaatlicht alle Betriebe und Vermögenswerte des amerikanischen Ölkonzerns Exxon Mobil❗

Als Reaktion auf einen bereits lang anhaltenden Streit hat das tschadische Energieministerium offenbar sĂ€mtliche Vermögenswerte der im Land tĂ€tigen Tochtergesellschaft des US-Ölkonzerns ExxonMobil verstaatlicht. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eine PresseerklĂ€rung der Behörde.

Das tschadische Energieministerium hat einem Reuters-Bericht vom Freitag zufolge die Verstaatlichung aller Vermögenswerte und Rechte angekĂŒndigt, die einer Tochtergesellschaft des US-amerikanischen Ölkonzerns ExxonMobil gehörten, darunter Genehmigungen fĂŒr Kohlenwasserstoffe sowie Explorations- und Produktionsgenehmigungen. Zu den Exxon-Vermögenswerten gehörte zudem eine 40-prozentige Beteiligung am Doba-Ölprojekt im Tschad, das sieben produzierende Ölfelder mit einer Gesamtproduktion von 28.000 Barrel pro Tag (bpd) umfasst.

Mit der Verstaatlichung reagierte die Behörde auf eine AnkĂŒndigung des US-Unternehmens vom Dezember, in der der Konzern erklĂ€rt hatte, dass es den Verkauf seiner Vermögenswerte im Tschad und in Kamerun an das britische Unternehmen Savannah Energy abgeschlossen habe. Die tschadische Regierung hatte daraufhin den 407 Millionen Dollar teuren Kaufvertrag angefochten und behauptet, die endgĂŒltigen Bedingungen seien anders als von Exxon vorgelegt. Die Regierung in N’Djamena hatte damals gewarnt, dass sie die Gerichte ersuchen könnte, den Kauf der Exxon-Vermögenswerte im Land durch Savannah zu blockieren und weitere Schritte zum Schutz der nationalen Interessen zu unternehmen.

Im Jahr 2017 hatte der Oberste Gerichtshof des Tschad den Ölförderer zudem bereits dazu aufgefordert, 819 Millionen Dollar an ĂŒberfĂ€lligen LizenzgebĂŒhren zu zahlen. Dem Konzern war seinerzeit vorgeworfen worden, seinen steuerlichen Verpflichtungen nicht nachgekommen zu sein. SpĂ€ter einigte sich das Unternehmen auf einen Vergleich ĂŒber seine Steuerzahlungen und vermied so eine Geldstrafe in Höhe von 74 Milliarden Dollar durch das zentralafrikanische Land. 

Der Schritt der tschadischen Regierung könnte auch die Spannungen im Land verschĂ€rfen, in dem es in den letzten Monaten zu beispiellosen Protesten gegen die Regierung von PrĂ€sident Mahamat Idriss DĂ©by gekommen ist. Dieser war im April 2021 nach dem Tod seines Vaters zum Staatsoberhaupt ernannt worden. Seine Nachfolge hatte jedoch nicht der verfassungsmĂ€ĂŸigen Statuten im Tschad entsprochen, was die Oppositionsparteien dazu veranlasst hatte, dies als Staatsstreich zu bezeichnen. Zwar erklĂ€rte sich die Opposition spĂ€ter bereit, DĂ©by zumindest fĂŒr 18 Monate als Interimschef zu akzeptieren. Dennoch haben die Spannungen in dem westafrikanischen Land zuletzt weiter zugenommen.

Der Tschad verfĂŒgt ĂŒber die zehntgrĂ¶ĂŸten Ölreserven Afrikas und exportiert 90 Prozent seines Rohöls.


Kommentare

2 Antworten zu „đŸ‡čđŸ‡© Umbruch in Afrika“

  1. Ob sich die Amis diese verstaatlichung so mir nichts, dir nichts gefallen lassen werden?
    Das glaub ich nicht!

  2. Denke auch, daß sie versuchen werden, den Tschad mit Bomben einzuebnen. Jedenfalls stecken mit ziemlicher Sicherheit die Chinesen dahinter. Also eine Großmacht, die sich ganz genau GAR NICHT in die Suppe spucken lĂ€ĂŸt ! ! !

    Diesmal kann der US-Deep-State auch nicht mehr die Deutschen dafĂŒr blechen lassen, weil dort nĂŒscht mehr zu holen ist. Germoney hat fetisch.

    Das verspricht „interessant“ zu werden. DAS hat jetzt wirklich das Potenzial, eine positive Zeitenwende herbei zu fĂŒhren !

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