Kampf des Globalismus gegen Souveränität geht in neue Runde


Hinweis vorweg: Wer nicht alles lesen will, ist mit dem Video (unten) gut beraten.

Washington Post: „Russland ist das Ziel eines der rücksichtslosesten und effektivsten Stellvertreterkriege der modernen Geschichte

„Wir werden dem ein Ende setzen.“ Bereits Anfang Februar meinte Biden damit die Nord Stream 2 Pipeline, die unter Umgehung von Polen unter Wasser gebaut wurde, um uns mit russischem Gas zu versorgen. Aber beginnen wir von vorn, denn es geht um sehr viel mehr als nur um eine Pipeline.

Der Kampf des Globalismus gegen die Souveränität geht in eine neue Runde. 

Es geht darum, wessen Ideologie einer „neuen Weltordnung“ gewinnen wird. Zwei ungefähr gleichstarke Blöcke stehen sich nun immer offener gegenüber, beide zum äußersten entschlossen, denn es geht um alles oder nichts. Der Verlierer wird sich beugen müssen.

In der Presse liest man, Russland stünde mit dem Rücken zur Wand. Aber stimmt das?

Mein Vater erzählte mir früher, dass er in russischer Gefangenschaft einmal, wie er sich ausdrückte, tatsächlich mit dem Rücken zur Wand gestanden hat. Vor ihm und drei weiteren Soldaten stand ein betrunkener Russe, der mit einer Waffe herumfuchtelte und damit drohte, sie zu erschießen. Ein weiterer deutscher Soldat  kniete vor dem Mann am Boden, und bat verzweifelt darum, dass man doch wenigstens ihn verschonen mögeDenn er habe eine Frau und vier Kinder, die ihn noch brauchen.

Mein Vater versuchte, den Mann zu beruhigen, denn es war ihm klar, dass der betrunkene Soldat durch so etwas noch mehr gereizt werden würde. Die anderen Männer verhielten sich ruhig. Sie hatten noch eine Chance.

Im letzten Moment ist dann noch ein anderer Russe gekommen und konnte das Schlimmste verhindern. Mein Vater war noch einige Jahre nach Kriegsende in russischer Gefangenschaft und ich hörte nie ein schlechtes Wort von ihm über die Russen, ganz im Gegenteil. Er mochte die Russen, vor allen Dingen die russische Bevölkerung, mit der er auch Kontakt hatte. Er erzählte, bei Krankheit wurde man fachärztlich im Lazarett behandelt und da, wo er war, wurde niemand gefoltert. Das nur nebenbei.

Diese Situation, das mit dem Rücken zur Wand stehen, spiegelt die heutige Lage, in der wir uns befinden, meines Erachtens sehr gut wider.

Irgendjemand scheint mit irgendeiner Waffe herumzufuchteln. Seien es nur Drohungen oder seien es reale Maßnahmen. Wir können das auf jede schwierige Situation übertragen, bei der wir davon ausgehen müssen, dass wir sie nur meistern können, wenn wir die Ruhe und einen kühlen Kopf  bewahren, um zu einer befriedigenden Lösung zu kommen. Jede Panik verschlechtert nur den Ausgangszustand.

Es gibt etliche Situationen, die man als Beispiel heranziehen könnte: die Russland-Ukraine-Krise mit den USA als Strippenzieher; die Wirtschaftskrise, die  entstanden ist, weil die von den USA verlangten Sanktionen gegen die Russen uns am meisten treffen, und unsere Politiker da mitmachen; die eskalierende Energiekrise, nachdem zwei Gas-Pipelines nach Europa zerstört wurden und die nun die Säbel noch mehr rasseln lässt.

Selbst die linksgerichtete Washington Post schreibt:

„Der Krieg in der Ukraine ist nicht nur ein Konflikt zwischen Moskau und Kiew, wie der russische Außenminister Sergej Lawrow kürzlich erklärte. Es ist ein „Stellvertreterkrieg“, in dem das mächtigste Militärbündnis der Welt, die Nordatlantikpakt-Organisation, die Ukraine als Rammbock gegen den russischen Staat einsetzt.“

„Russland ist das Ziel eines der rücksichtslosesten und effektivsten Stellvertreterkriege der modernen Geschichte.“

Kein Wunder, wenn man vor allen Dingen im Westen denkt, Russland stünde mit dem Rücken zur Wand. Das glauben zumindest die Medien.

Aber schauen wir doch einmal genauer hin, wer hier wirklich mit dem Rücken zur Wand steht.

Sind die USA tatsächlich noch so stark, wie sie immer tun? Und was wäre, wenn Europa einfach nicht mehr machen würde, was der „große Bruder“ sagt? Würde dann vielleicht das ganze Kartenhaus sehr schnell zusammenfallen, weil wir unsere Wirtschaft im letzten Moment retten können und den Menschen die Angst vor einem kalten Winter nehmen? Überall hört und liest man inzwischen: Diese Krise ist hausgemacht und Menschen aller politischen Richtungen finden sich inzwischen gemeinsam auf der Straße. Aber ist das bei einem Großteil der Bevölkerung schon angekommen, die einfach nur folgen ?

„Unbedingter Gehorsam setzt Unwissenheit bei den Gehorchenden voraus.“ — Charles de Montesquieu „Vom Geist der Gesetze“

Die neue „Demokratie“: Wer im Staatenbündnis dagegen stimmt, wird bestraft.

Ungarn droht man bereits mit Sanktionen, weil Orbán „Make Hungary Great Again“ machen möchte, und für ihn dazugehört, dass er die Bevölkerung nicht frieren lässt und weiterhin direkt von den Russen einkauft. Wir machen das auch, aber eher so wie der Bäcker, bei dem wir das Brot kaufen, bezahlen, nicht mitnehmen und es draußen vor der Tür jemand anderem dann für den dreifachen Preis abkaufen.

Im Moment stellen sich viele die Frage: Wer hat die Pipelines sabotiert?

Wer hat wirklich einen Vorteil davon und wer den Nachteil? In den Medien liest man, dass es Russland gewesen sein soll. Die Begründung dazu ist völlig unlogisch, denn das würde bedeuten, dass der Bäcker (Putin) seinen Laden (Pipeline) selbst zerstört, damit er kein Brot (Gas) mehr verkaufen kann. Wäre es dann nicht viel einfacher gewesen, er würde seine Kundschaft (Deutschland) einfach nicht mehr bedienen und den Laden schließen? Denn es könnte ja immer noch sein, dass man sich eines Tages wieder verstehen würde und dann könnte man wieder öffnen.

Die Logik hinter dem ewigen „die Russen waren es“ fehlt bei den jetzigen Anschuldigungen, die man wieder überall lesen kann, gänzlich.

Die fehlte übrigens auch schon die letzten Jahrzehnte, als die Angst vor den Russen und ihrer scheinbaren Unberechenbarkeit nicht nur in der deutschen Bevölkerung aufgebaut wurde.

Aufgeklärte Menschen, man nennt sie — sollten sie dem allgemeinen Narrativ widersprechen — ultrarechts oder Verschwörer, machen sich in den sozialen Medien bereits lustig über die Unlogik hinter den Beschuldigungen.

Am 7. Februar 2022 wurde Biden deutlich: Er würde Nord Stream 2 beenden, falls die Russen mit Soldaten und Panzern die Grenze zur Ukraine überschreiten.

BIDEN: „Wenn Russland einmarschiert, also wenn Panzer und Soldaten die Grenze überschreiten, dann wird es kein Nord Stream 2 mehr geben. Wir werden dem ein Ende setzen.“

ZWISCHENFRAGE: „Aber wie wollen Sie das genau machen, da das Projekt unter deutscher Kontrolle steht?“

BIDEN: „Ich verspreche Ihnen, dass wir in der Lage sein werden, das zu tun.“

Der Generalsekretär der NATO, Stoltenberg, goss zudem gerade erst wieder Öl ins Feuer, als er über den NATO-Beitritt der Ukraine sprach:

„Die Tür zur NATO bleibt offen. […] Die Entscheidung über die Mitgliedschaft wird von allen 30 Bündnispartnern einstimmig getroffen.“

Die Ukraine gab inzwischen zu, einen Antrag auf Mitgliedschaft gestellt zu haben. In diesem Video sieht man sehr deutlich, warum die Ukraine ein Interesse daran hat, uns von der Gasversorgung durch Russland über die Nord Stream Pipelines abzuschneiden: Jetzt muss Russland wieder über Land, zum Beispiel über die Ukraine, liefern und dort hat man nun die Möglichkeit, uns und anderen zu jeder Zeit den Gashahn abzudrehen, wenn wir nicht tun, was sie fordern.

Der lachende Dritte scheint die polnische Regierung zu sein, die mal wieder Reparationen für den 2. Weltkrieg haben möchte, obwohl der Fall bereits abgeschlossen wurde. Würde das Gas zukünftig durch Nord Stream 2 geflossen sein, so hätten auch sie enorme finanzielle Bußen hinnehmen müssen, da ihre eigene Pipeline nun nicht mehr nötig sein würde. Der ehemalige polnische Außenminister teilte allen seine Freude über die Zerstörung der Nord Stream Pipelines auf Twitter mit und bedankte sich dafür bei den USA. Hier nachzulesen.

Es gibt allerdings weitere Spekulationen, die Schweden und Dänemark ebenfalls in die Täterschaft miteinbeziehen.

Jürgen Todenhöfer hält sich indes nicht mit Vermutungen auf, er will es genau wissen und hat Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt.

Allerdings will er gehört haben, dass die Sektkorken in den USA nach der erfolgreichen Detonation am lautesten geknallt haben sollen, und er bittet darum, dass der Justizminister diesmal doch möglichst den  Generalbundesanwalt ungehindert ermitteln lässt, und nicht wieder eingreift, wie in der Vergangenheit.

Wer immer es war – Rache und Gewinnsucht sind nicht die besten Eigenschaften der Menschen.

Wir haben also fünf Verdächtige, die inzwischen international genannt werden. Übrigens wusste die CIA schon vor den Anschlägen, dass sie geplant waren, und soll Deutschland gewarnt haben. Warum haben die das dann nicht verhindern können?

Ein amerikanischer Kanal, auf deutsch übersetzt, liefert zum Geschehen um die Pipelines und den Hintergründen eine interessante Analyse:

Ich habe den Eindruck, die Welt lacht über uns oder schüttelt zumindest mitleidig den Kopf.

Ich habe dein Eindruck, die Welt lacht über uns, oder schüttelt zumindest mitleidig den Kopf. Wenn wir genau hinschauen, dann begann alles mit Angela Merkels Abgang. Man wartete respektvoll, bis die neue Regierung antrat, die vom ersten Tag an ungläubiges Augenreiben verursachte. Scholz, Lauterbach, Baerbock, Habeck sind nicht das Dream Team, dass sich viele erhofften, um uns über den Berg zu bringen. Im Gegenteil: Sie graben die Gräben noch tiefer.

Allerdings muss man ihnen eines lassen: So schnell wie sie es geschafft haben, ihren und unseren Ruf zu beschädigen und unsere ehemals gute Wirtschaft in den Keller zu fahren, das ist schon eine Leistung. Um noch mal einen Blick auf die Bäcker zu werfen: Einer nach dem anderen muss inzwischen schließen, auch größere Bäckereiketten. Sie sind nicht die einzigen, die Pleite gehen.

Hat nicht jede Krise auch etwas Gutes?

So war es jedenfalls in der Vergangenheit, dass wir daraus gelernt haben. Vielleicht sollten wir diesmal lernen, unser eigenes Brot zu backen, und auch auf dem kleinsten Balkon ist Platz für die eine oder andere Pflanze. Natürlich nur die, die auch Freude daran haben. Ich glaube, dass unsere heimischen Bauern mit ein wenig Umstellung durchaus in der Lage sind, uns zu versorgen. So vermeiden wir lange Lieferwege und bekommen immer das Nötigste vor Ort.

Ich habe in diesem Jahr damit begonnen, ein paar Beete anzulegen und meine ersten Gurken, Tomaten und Auberginen geerntet. Die Kartoffeln kommen noch. Dem Salat scheinen die kühleren Temperaturen im Moment auch noch nicht zu schaden. Im nächsten Jahr weiß ich schon besser Bescheid und werde einiges anders machen. Und es macht nicht nur Spaß, sondern schmeckt auch besser! Der tägliche Zeitaufwand dafür: ungefähr 10 Minuten.

Gerade was die Lebensmittel betrifft, wäre es da nicht sinnvoll, dass wir uns selbst versorgen könnten?

Auch, weil wir dann lernen, unabhängiger zu werden. Bananen und Apfelsinen werden wir immer noch importieren müssen. Aber was ist mit allem anderen, was wir essen?

Wir werden immer noch importieren müssen, aber wir könnten es reduzieren und vieles auch selbst herstellen, was wir ansonsten aus Taiwan und China bestellen. Aber möglicherweise hat bereits das Nachbarland das, was die Industrie benötigt.

Bei meinem letzten Lebensmitteleinkauf habe ich schon wieder weniger bekommen, als ich haben wollte, denn recht viele Dinge sind inzwischen gar nicht mehr erhältlich, weil die Lieferkette unterbrochen wurde oder die Produktionsstätte insolvent ist. Das ist sehr schade und man könnte es eventuell ändern, indem wir es machen wie die Ungarn.

Manchmal müssen wir vielleicht mit der Nase draufgestoßen werden, zum Beispiel durch solche Unruhen, wie wir sie heute erleben, aber am Ende werden weiser sein und vieles besser machen.

Wäre jedes Land für sich autark, dann gäbe es diese Probleme nicht. Die derzeitige Energieknappheit hätte man verhindern können und kann es offenbar immer noch, da die Gasleitung über die Ukraine immer noch offen ist. Der Bevölkerung zuliebe sollte man neu verhandeln. Nein, eigentlich ist es eine Pflicht, das zu tun.

Wenn auch nur ein einziges der AKWs abgeschaltet wird, dann kann man eigentlich nur noch sagen: Das ist nicht mehr nachzuvollziehen. So kurz kann noch nicht mal ein Politiker denken, der ansonsten auch nicht viel Ahnung von seinem neuen Metier zu haben scheint. Hier geht es nicht darum, ob man Atomkraftwerke mag oder nicht mag, hier geht es ums Überleben unserer Wirtschaft und auch der Bevölkerung. Schwache und kranke Menschen brauchen Wärme.

Und wir brauchen Politiker mit Rückgrat, die sich nicht jedem Diktat beugen.

Experten meinten, die Regierung hätte genug Zeit gehabt, weitere Kraftwerke wieder fit zu machen. Das würde ungefähr ein halbes Jahr dauern, bis die wieder laufen könnten. Bis dahin sei der Winter aber schon fast vorbei. Diese Zeit habe man nicht genutzt, sondern stattdessen monatelang über die Schließung der letzten drei aktiven AKWs spekuliert.

Wenn die Ideologie gegen die Vernunft gewinnt und die Bevölkerung darunter leiden muss, dann stimmt da etwas nicht.

Das Wohlergehen des Souveräns, des Volkes, steht bei einer Ideologie ganz offensichtlich nicht im Vordergrund, sondern die wenigen an der Spitze, die für Millionen entscheiden, erwarten hier den Gehorsam, der blind folgt.

Inzwischen geht das Säbelrasseln weiter.

Beide Partner in diesem Konflikt – Russland und die USA – stehen sich immer direkter gegenüber. Beide sind bereit, für was auch immer. Aber sie sollten andere außen vor lassen und das unter sich regeln.

Amerika hat bis jetzt immer Kriege in anderen Ländern geführt, ohne dass diese Länder eine Chance gehabt hätten, die Amerikaner selbst zu attackieren. Jetzt sieht das anders aus. Zwei Großmächte stehen sich gegenüber. Putin hat die Möglichkeit, in wenigen Minuten das amerikanische Festland zu treffen. Dann hätten sie das bei sich zu Hause, was sie anderen seit Jahrhunderten in deren Ländern antun. Hoffen wir, dass das nicht passieren wird.

Mögen beide weise handeln.

Aber wer steht nun eigentlich mit dem Rücken zur Wand und veranstaltet zum Nachteil der Weltbevölkerung ein solches Theater?

Putin hat gestern in einer Rede gesagt: Es geht um die Vorherrschaft, die Erhaltung der Hegemonie. (Ich habe die Rede, sie ist synchron übersetzt, weiter unten verlinkt.) Er selbst ist für die Souveränität der Staaten. Damit liegt er mit Donald Trump auf einer Linie. Unter Trump würde es tatsächlich diese Kämpfe derzeit nicht geben, denn, nachdem Putin sich nun sehr deutlich geäußert hat, steht fest, dass beide sich in Sachen Souveränität einig sind.

Deshalb werden beide bekämpft und inzwischen jeder, der positiv über sie berichtet. Es wird so gut wie unmöglich sein, die Masse der Bevölkerung nach jahrelanger Manipulation, insbesondere durch die Medien, von etwas anderem zu überzeugen, außer: Trump und Putin sind böse und müssen bekämpft werden. So etwas bleibt haften.

Ich glaube allerdings, wir werden diesmal eine Geschichtsschreibung erleben, die nicht mehr verbergen kann, was wirklich geschehen ist. Schließlich waren wir dabei und wir schreiben mit.

Schauen wir einmal, wie die Menschen in ein paar Jahren darüber denken. Dann, wenn alles vorbei ist. Wenn Frieden eingekehrt sein wird. Wenn man gemeinsam aufbaut, was andere abgerissen haben. Wenn es so weit ist, dann werden Menschen gesucht, die mit Kreativität und Sachverstand auf allen möglichen Gebieten mit dabei sind.



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