Hat Priester 20 Nonnen missbraucht?


Kurz vor Weihnachten erschüttert der nächste Skandal die katholische Kirche !

Der slowenische Priester Marko Ivan Rupnik, hier neben Papst Franziskus (links), soll mehrere Frauen missbraucht haben.

Laut dem mutmaßlichen Opfer könnte Marko Ivan Rupnik bis zu 20 Frauen missbraucht haben. „Er hätte schon vor 30 Jahren gestoppt werden sollen“, so die heute 58-Jährige, die der Kirchen-Künstler mit Drohungen zum Schweigen gebracht haben soll.

Im Fokus: Priester Marko Ivan Rupnik (68). Der Slowene ist eine schillernde Figur innerhalb der Glaubensgemeinschaft, weltweit bekannt für seine Mosaik-Kunst. Wie Papst Franziskus (86) ist Rupnik Mitglied des Jesuitenordens.

Eine ehemalige Nonne, die anonym bleiben möchte, wirft dem 68-Jährigen in der italienischen Zeitung „Domani“ vor, sie neun Jahre lang missbraucht zu haben. Ihren Angaben zufolge soll sie bei Weitem nicht das einzige Opfer sein.

Der Theologe habe sie manipuliert und sie so dazu gebracht, Sex mit ihm zu haben und gemeinsam Pornos zu schauen. Mit einer weiteren Nonne habe er einen Dreier haben wollen, um so die Dreifaltigkeit von Gott, Jesus und dem Heiligen Geist zu erleben.

Die Vorwürfe gegen den Priester aus den 90ern, als Rupnik einem slowenischen Kloster vorstand, sind nicht neu. Sie wurden jedoch jetzt durch zwei „Domani“-Berichte befeuert. Daraufhin sah sich der Jesuitenorden gezwungen, auf die Anschuldigungen zu reagieren.

▶ In einem ersten Presse-Statement vom 2. Dezember 2022 hieß es, gegen Rupnik seien „Vorsichtsmaßnahmen“ verhängt worden, er dürfe etwa keine Beichte mehr abnehmen. Wegen welcher Vorwürfe das geschah, verrieten die Jesuiten nicht – erwähnten aber explizit, dass keine Minderjährigen betroffen gewesen seien.

▶ Erst rund zwei Wochen später gab der Jesuitenorden weitere Informationen preis. So habe es bereits im Oktober 2018 eine Anzeige wegen der „Lossprechung eines Mittäters“ gegeben. Das ist eine schwere Straftat nach Kirchenrecht.

Die Sache wurde untersucht und im Mai 2020 Rupniks Exkommunikation schließlich vollzogen. Aber: Dieser Ausschluss aus der Gemeinschaft der Gläubigen wurde im selben Monat kassiert, weil Rupnik Buße getan hatte.

Nur eines von vielen Bauwerken, das Marko Ivan Rupnik mit Mosaiken gestaltet hat: Die Rosenkranz-Basilika im französischen Wallfahrtsort Lourdes.

▶ Im Juni 2021 gab es abermals Beschwerden gegen den Slowenen. Diese wurden mehrere Monate in verschiedenen Gremien diskutiert, ehe die Glaubensbehörde zu dem Schluss kam: Die Vorwürfe aus dem Heimatland des Beschuldigten seien verjährt.

▶ Berichten verschiedener katholischer Portale zufolge soll Papst Franziskus seinen Ordensbruder im Januar 2022 zu einer Audienz empfangen haben. Einige englischsprachige Medien schreiben, Marko Ivan Rupnik sei ein Vertrauter des Heiligen Vaters.


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