Gasprom meldet Milliarden-Gewinn


Der russische Energieriese Gazprom gibt für das erste Halbjahr einen Milliardengewinn bekannt. Dafür sorgen die hohen Gas- und Ölpreise. Von den Einnahmen soll auch Russlands Staatshaushalt profitieren.

Wegen der massiv gestiegenen Preise für Gas und Öl hat der staatliche kontrollierte russische Energiekonzern Gazprom seine Geschäftsergebnisse nach eigenen Angaben in den ersten sechs Monaten dieses Jahres deutlich steigern können. Demnach erzielte Gazprom einen Rekordgewinn von 2,5 Billionen Rubel (umgerechnet 41,63 Milliarden Euro), wie das Unternehmen gestern Abend mitteilte.

Das ist bereits mehr als der gesamte Gewinn des vergangenen Jahres. 2021 hatte der Konzern wegen der hohen Preise für Öl und Gas bereits einen Rekordgewinn von 2,09 Billionen Rubel (rund 27,5 Milliarden Euro) erreicht.

Aktuell gibt es eine Wartung an Nordstream 1

Nach den angekündigten dreitägigen Wartungsarbeiten sollen Gazprom zufolge täglich wieder 33 Millionen Kubikmeter Erdgas durch Nord Stream 1 geliefert werden – falls es keine technischen Probleme gebe. Das entspricht 20 Prozent der täglichen Maximalleistung, auf die Russland die Lieferung schon vor einigen Wochen unter Hinweis auf notwendige Reparaturen verringert hat.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz teilte mit, die Wartungsmeldung zur Kenntnis genommen zu haben. „Wir beobachten die Lage in engem Austausch mit der Bundesnetzagentur. Die Gasflüsse über die Pipeline Nord Stream 1 liegen derzeit unverändert bei 20 Prozent“, hieß es in einer Stellungnahme des Ministeriums. Der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, äußerte sich ähnlich auf Twitter.


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