VdB verweigert Südtirolerin (103) den Pass


Während Fremde aus aller Welt rasch in Österreich eingebürgert werden, haben Alt-Österreicher offenbar keine Chance auf einen österreichischen Pass. Das musste nun auch eine betagte Südtirolerin erleben. Mutig unterrichtete sie Tiroler Kinder im Untergrund entgegen der italienischen Diskriminierung.

Der Andreas-Hofer-Bund (AHB) übt scharfe Kritik am Vorgehen der österreichischen Regierung, die einer 103jährigen Süd-Tirolerin die österreichische Staatsbürgerschaft verweigert.

Kritik an inflationärer Einbürgerung

Mit großer Sorge verfolgt der AHB die inflationäre Einbürgerung von Fremden aus aller Herren Länder, während Angehörigen der (alt-)österreichischen Volksgruppen seitens des Bundespräsidenten und der schwarz-grünen Regierung unberücksichtigt bleiben. Sind Altösterreicher für die Regierung eine Belastung? Für AHB-Obmann Alois Wechselberger werden die Altösterreicher von der Bundesregierung als minderwertig oder zumindest als nicht ebenbürtig eingestuft. Er bediente sich scharfer Worte, um seiner Wut über diese Schikane Nachdruck zu verleihen:

“Sind wir Südtiroler für Wien „Untermenschen“ , welche ausgegrenzt und diskriminiert werden dürfen?”

103-jährige Katakombenlehrerin wartet auf Pass

Gerade im Fall der 103jährigen Südtirolerin Hermine Orian (geb. Mayr) zeigt sich, so AHBT-Obmann Alois Wechselberger, dass hier offenkundig seitens der Bundesregierung eine politisch-ideologische Diskriminierung gegenüber Angehörigen der österreichischen Volksgruppen stattfindet.

Bei Hermine Orian, der letzten noch lebenden Katakombenlehrerin, wird in Wien auf Zeit gesetzt. Angesichts des fortgeschrittenen Alters der Dame drängt diese eigentlich. Doch das Innenministerium unter Gerhard Karner (ÖVP) kommt nicht in die Gänge. Bislang verwehrt man Orian ihren letzten großen Herzenswunsch.

Als Katakombenlehrer werden all jene inoffiziellen Lehrer bezeichnet, die während Mussolinis Verbot der deutschen Sprache an Schulen die Kinder unter widrigsten Bedingungen in ihrer Muttersprache unterrichteten. Dafür waren sie Verfolgung und Bestrafung durch die italienischen Behörden ausgesetzt.

Menschen zweiter Klasse?

Normalerweise pocht die hohe Politik auf die Einhaltung der Volksgruppengesetze in Österreich. Und Menschen aus aller Herren Ländern werden sowieso ständig eingebürgert. Doch, obwohl unser Land per UN-Mandat die Schutzmacht der Südtiroler ist, lassen Van der Bellen, Nehammer & Kogler diese im Stich. Ethnische Österreicher würden ausgegrenzt, diskriminiert und verfolgt. Wechselberger verglich die Situation mit allerlei historischem Unheil – ein strenger Vorwurf.

Während der schwarz-blauen Regierung war ein Doppelpass für Südtiroler auf Antrag geplant. Damals sprach sich sogar der frühere oberösterreichische ÖVP-Landeshauptmann Josef Pühringer im exklusiven Wochenblick-Interview einst dafür aus, den Südtirolern die Staatsbürgerschaft wiederzugeben. Nachdem Kurz die beliebte Regierung sprengte und sich stattdessen die Grünen ins Boot holte, ist davon keine Rede mehr. Der letzte große Wunsch insbesondere vieler betagter Südtiroler wird nun mit Füßen getreten.

Sind wirklich alle Österreicher gleich?

Auch über 100 Jahre nach der völkerrechtlich höchst umstrittenen Abspaltung der Südtiroler und anderer Altösterreicher begreifen die allermeisten Österreicher diese als Landsleute. Umfragen zeigten in den letzten Jahren regelmäßig, dass die Mehrheit der Bürger in unserem Land eine doppelte Staatsbürgerschaft für Südtiroler sowie sogar eine Rückkehr des einstigen Landesteils durchaus befürworten würde. Nicht nur der Andreas-Hofer-Bund ist nämlich der festen Überzeugung, dass es sich hier um einen Teil der österreichischen Kulturnation handelt.

Der AHB fordert nun, dass dem Gleichheitsgrundsatz entsprochen wird. Jede ideologisch motivierte Diskriminierung müssten beendet werden. Man sollte den Wunsch der Südtiroler nach (Rück-)Erlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft anerkennen:

„Die Altösterreicher, zu denen zweifellos alle Südtiroler deutscher und ladinischer Muttersprache zählen, sind Österreicher! Sie haben ein Recht auf Schutz und Unterstützung durch Wien, sie haben ein Recht auf Gleichbehandlung, sie haben ein Anrecht auf den österreichischen Pass!“

Van der Bellen möge sich bei Hermine Orian und allen Tirolern entschuldigen, so Wechselberger. Bis dato habe der Bundespräsident, dem mehrfach vorgetragenen Wunsch, der 103jährigen Hermine Orian aus Schenna, sich bei der Rückerlangung der österr. Staatsbürgerschaf einzubringen, nicht nur nicht entsprochen, sondern dies im Einklang mit der Regierung Nehammer-Kogler sogar unterlaufen! Für Wechselberger ein Unding:

“Zumindest charakterlich und moralisch hat sich Van der Bellen an uns Tirolern schuldig gemacht”


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