Trudeau pokert mit Scholz


Berliner Zeitung

Was für ein idyllisches Bildchen das doch ist! Justin und Olaf, Olaf und Justin beim friedlichen Spaziergang in Elmau!

Kanada behält Nord-Stream-Turbine und bietet Deutschland Flüssiggas?

Nun zeigt der kanadische Ministerpräsident Justin Trudeau kühl und clever, wie nationale Interessen auf der internationalen Ebene ausgespielt werden. Wie der Nachrichtendienst Bloomberg schreibt, hätten Ministerpräsident Justin Trudeau und Bundeskanzler Olaf Scholz am Rande des G7-Gipfels in Elmau unter anderem den Ausbau der deutsch-kanadischen Beziehungen im Gasbereich besprochen, nämlich: ob man ein LNG-Terminal an der kanadischen Ostküste für den Export nach Europa und Deutschland bald bauen werde.

Kanada erwäge einen Ausbau der Energieinfrastruktur, Trudeau am Dienstagmittag in Elmau, um Europa „mittelfristig“ beim Verzicht auf russisches Gas mit dem eigenen Flüssiggas, bekannt als LNG, zu helfen. Der Vorstandschef der größten Gasförderfirma in der kanadischen Gas-Provinz Quebec, Utica, hatte bereits im April in Aussicht , wenigstens 20 Prozent des russischen Gases in Europa ersetzen zu können.

Die Infrastruktur könnte in Zukunft auch für den Wasserstoffexport genutzt werden, sagte der kanadische Ministerpräsident weiter dazu. Damit wolle man nicht nur den Übergang von russischem Öl und Gas beschleunigen, sondern auch „von unserer globalen Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen aufgrund der Auswirkungen des Klimawandels“ wegrücken.

„Es laufen viele Gespräche mit Bundeskanzler Scholz, und ich freue mich darauf, sie fortzusetzen, wenn er im August nach Kanada kommt“, so Trudeau.

Scholz wird voraussichtlich im August mit einem offiziellen Besuch nach Kanada kommen. Sollten die russischen Gasflüsse nach Europa mit der jährlichen Wartung der Nord Stream 1 – eine Zitterpartie für Deutschland – ab 11. Juli auf null gehen, dürfte ein deutsch-kanadischer LNG-Deal noch eher stattfinden.

Allerdings bräuchte solch ein Deal nicht nur die staatlichen Anstrengungen, sondern vor allem die Bereitschaft der Industrie, Milliarden von Dollar dafür aufzubringen, sagte der kanadische Minister für natürliche Ressourcen, Jonathan Wilkinson, gegenüber Bloomberg. Der Bau eines neuen LNG-Terminals könnte ein Jahrzehnt dauern, bis er den Regulierungsprozess durchlaufen habe, und würde wahrscheinlich auf heftigen Widerstand der Umweltschützer stoßen. Aber wenn die spanische Firma Repsol SA sich bereit erklärt, ein eigenes Importterminal an der kanadischen Küste in ein Exportterminal umzubauen, könnte sie schon in drei bis vier Jahren erstes kanadisches LNG nach Europa liefern, so Wilkinson.

Der Minister dazu: „Wir sind daran interessiert, unseren Freunden in Deutschland zu helfen, und die Deutschen haben uns gedrängt, zu versuchen, das zu tun, was wir können.“

_______________________________________________________________________________________

Was für ein dreckiges, abgekartetes Spiel! Trudeau und Scholz! Die ziehen das sicher durch!

Ohne Turbine kein Gas, ohne Gas Scholz bald in Nöten! Das läßt sich das kandische Bürschchen sicher nicht entgehen. Sowas nenn ich beinharte Erpressung! Flüssiggas über den großen Ozean, mit hunderten, riesengroßen Schiffen, alle womit angetrieben?!

War das in Elmau nicht auch ein Klimaschutzgipfel?

Darum: Inbetriebnahme von Nord Stream 2 – sofort! Und der gute Justin soll auf seiner Nord-Stream-Turbine sitzen bleiben bis zum Sanktnimmerleinstag und sie endlich rostzerfressen zerfallen ist!


5 Antworten zu “Trudeau pokert mit Scholz”

    • Weil ihnen das Wohlergehen der Bürger nicht mehr wichtig ist!
      Die Sache irgendwie am Laufen halten und damit Ruhe in der Hütte schaffen!

      Den Rest nach Bedarf in der sich selbst isolierten, abgehobenen Blase, weitab der Massen ausmauscheln! Natürlich nicht zum Nachteil der Mauschler! Und natürlich der Öffentlichkeit mit Blick auf eine guten Presse verkauft!

  1. Das „Witzigste“ ist doch, daß wir das russische Gas zahlen, egal ob wir es erhalten od. nicht. Die Verträge dürften so gestaltet sein, daß auch bei Nichtabnahme des russ. Gases 90% des Preises zu berappen sind.
    Diese westlichen Politmarionetten gehören allesamt mit nassen Fetzen aus den Ämtern gejagt.
    Naja, vl. erleben wir das doch noch irgendwann.

  2. … davongejagt ja !
    Während aber jeder Unternehmer haftbar gemacht werden kann – und auch WIRD – wenn er irgendwo Mist baut, gehen diese miesen Kröten aus ihren politischen Ämtern, wie s’Dirndl vom Tanz ! Die scheren sich einen feuchten D. um den angerichteten Schaden ! ! !

    • Hmmm, die Redensart „geht wie’s Dirndl vom Tanz“ würde ich interpretieren, daß jemand „geht“ (gehen soll) ohne irgendetwas zu bekommen. So sehen’s wir Mostschädeln. Wird das im Inn1/4 anders ausgelegt?
      Könnte ja sein, sind ja zwei völlig unterschiedliche Kulturkreise. 😉

      Diesen miesen Kröten“ gehen doch immer mit vollen Säcken, oder?

Schreibe einen Kommentar